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Denkmalschutz

"Denkmäler müssen nicht unbedingt Gebäude sein. Zwar handelt es sich bei einem Großteil der Denkmäler um Bauwerke, doch auch Garten-, Friedhofs- und Parkanlagen können unter Denkmalschutz gestellt werden. Auch Ausstattungsstücke wie Möbel, Bilder und Skulpturen können feste Bestandteile eines Denkmals sein, wenn sie für sein Verständnis bedeutend sind. Neben Einzeldenkmälern gibt es außerdem Denkmalbereiche, z.B. historische Dorf- und Stadtgrundrisse, bei denen der Gesamteindruck und der Erhalt eines bestimmten Erscheinungsbildes entscheidend sind.
Weder Alter noch Schönheit bestimmen, ob es sich bei einem Objekt um ein Denkmal handelt, sondern der Denkmalwert. Ein Objekt muss auf seinen historischen örtlichen und zeitlichen Kontext hin befragt werden. Vermittelt ein Objekt anschaulich eine wichtige Information, z.B. zu historischen Bauformen, Handwerkstechniken, Nutzung oder Lebensweisen der Vergangenheit, so spricht man vom Zeugniswert des Denkmals, der umso höher ist, je mehr noch von der originalen Substanz erhalten ist. Ist der Zeugniswert festgestellt, so liegt in der Regel auch ein Interesse an der Erhaltung und Nutzung des Gegenstandes aus wissenschaftlichen Gründen vor. Diese Gründe können wiederum volkskundlich, städtebaulich oder künstlerisch, aber natürlich auch eine Kombination mehrerer Gründe sein."
(Quelle: Homepage des LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen)


Der erste Schritt in dem Bemühen um den Erhalt und die sinnvolle Nutzung eines Denkmals ist dessen Unterschutzstellung. Erfüllt eine Sache die gesetzlichen Tatbestandsvoraussetzungen für ein Denkmal wie sie in § 2 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz NRW umschrieben sind, so ist sie als Denkmal in die Denkmalliste einzutragen (§ 3 Abs. 1 Satz 1 DSchG) bzw. unter vorläufigen Schutz zu stellen. Mit der Eintragung der Sache in die Denkmalliste wird festgestellt, dass die Sache ein Objekt ist, dessen Erhaltung und sachgerechte Nutzung im öffentlichen Interesse liegt; sie wird hiermit zum Denkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes.
 
Unterschutzstellung / Eintragung in die Denkmalliste
Seit Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz - DSchG) vom 11. März 1980 sind auch Gebäude, die die Voraussetzungen der Denkmaleigenschaft erfüllen, in die Denkmallisten einzutragen.
Die Denkmallisten werden von der Stadt Ennigerloh als Untere Denkmalbehörde geführt. Die Eintragungen erfolgten im Benehmen mit dem Westfälischen Amt für Denkmalpflege in Münster von Amts wegen oder auf Antrag des Eigentümers. Die Denkmalliste steht jedermann zur Einsicht offen. Vor der Eintragung werden die Eigentümer angehört.
Nach der Eintragung in die Denkmalliste unterliegen die Denkmäler den Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes. Danach sind Denkmäler zu schützen, zu pflegen, sinnvoll zu nutzen und wissenschaftlich zu erforschen. Darüber hinaus sollen sie der Öffentlichkeit im Rahmen der Zumutbarkeit zugänglich gemacht werden. Bei einzelnen Objekten erfolgt dieses am "Tag des offenen Denkmals", der regelmäßig in der ersten Septemberhälfte eines jeden Jahres durchgeführt wird.
Die Eigentümer bzw. Nutzungsberechtigten sind verpflichtet, ihr Denkmal zu schützen, z. B. gegen Diebstahl, Wasserschäden, Brandgefahr und Blitzschlag, es zu pflegen, z. B. durch lfd. bauliche Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen, sowie es sinnvoll zu nutzen. Die größten Gefahren für die Erhaltung eines Denkmals sind substanzstrapazierende, unangepasste oder eine aufgegebene Nutzung. Die Unteren Denkmalbehörden sind deshalb gehalten, Schutz, Pflege und sinnvolle Nutzung der Denkmäler im Rahmen der Zumutbarkeit herbeizuführen, notfalls auch zu erzwingen.

Eigentumswechsel/ Anzeigepflicht
Wird ein Denkmal veräußert, so haben der frühere und der neue Eigentümer den Eigentumswechsel unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb eines Monats, der Unteren Denkmalbehörde anzuzeigen. Die Anzeige eines Pflichtigen befreit dabei den anderen.

Denkmalrechtliche Erlaubnis
Einer Erlaubnis der Denkmalbehörde bedarf, wer Baudenkmäler oder ortsfeste Bo-dendenkmäler beseitigen, verändern oder an einen anderen Ort verbringen oder die bisherige Nutzung ändern will. Einer Erlaubnis bedarf ferner, wer in der engeren Umgebung von Baudenkmälern oder ortsfesten Bodendenkmälern Anlagen errichten, verändern oder beseitigen will, wenn hierdurch das Erscheinungsbild des Denkmals beeinträchtigt wird. Die Erlaubnis ist schriftlich bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Ennigerloh zu beantragen. Mit den Maßnahmen darf erst begonnen werden, nachdem die Erlaubnis erteilt ist.

Erlaubnisanträge
Der Antrag auf Erteilung einer denkmalrechtlichen Erlaubnis kann formlos gestellt werden. Zuständig für die Erteilung einer denkmalrechtlichen Erlaubnis ist die Stadt Ennigerloh als Untere Denkmalbehörde.

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Zuständige Organisationseinheit

Denkmalschutz

"Denkmäler müssen nicht unbedingt Gebäude sein. Zwar handelt es sich bei einem Großteil der Denkmäler um Bauwerke, doch auch Garten-, Friedhofs- und Parkanlagen können unter Denkmalschutz gestellt werden. Auch Ausstattungsstücke wie Möbel, Bilder und Skulpturen können feste Bestandteile eines Denkmals sein, wenn sie für sein Verständnis bedeutend sind. Neben Einzeldenkmälern gibt es außerdem Denkmalbereiche, z.B. historische Dorf- und Stadtgrundrisse, bei denen der Gesamteindruck und der Erhalt eines bestimmten Erscheinungsbildes entscheidend sind.
Weder Alter noch Schönheit bestimmen, ob es sich bei einem Objekt um ein Denkmal handelt, sondern der Denkmalwert. Ein Objekt muss auf seinen historischen örtlichen und zeitlichen Kontext hin befragt werden. Vermittelt ein Objekt anschaulich eine wichtige Information, z.B. zu historischen Bauformen, Handwerkstechniken, Nutzung oder Lebensweisen der Vergangenheit, so spricht man vom Zeugniswert des Denkmals, der umso höher ist, je mehr noch von der originalen Substanz erhalten ist. Ist der Zeugniswert festgestellt, so liegt in der Regel auch ein Interesse an der Erhaltung und Nutzung des Gegenstandes aus wissenschaftlichen Gründen vor. Diese Gründe können wiederum volkskundlich, städtebaulich oder künstlerisch, aber natürlich auch eine Kombination mehrerer Gründe sein."
(Quelle: Homepage des LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen)


Der erste Schritt in dem Bemühen um den Erhalt und die sinnvolle Nutzung eines Denkmals ist dessen Unterschutzstellung. Erfüllt eine Sache die gesetzlichen Tatbestandsvoraussetzungen für ein Denkmal wie sie in § 2 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz NRW umschrieben sind, so ist sie als Denkmal in die Denkmalliste einzutragen (§ 3 Abs. 1 Satz 1 DSchG) bzw. unter vorläufigen Schutz zu stellen. Mit der Eintragung der Sache in die Denkmalliste wird festgestellt, dass die Sache ein Objekt ist, dessen Erhaltung und sachgerechte Nutzung im öffentlichen Interesse liegt; sie wird hiermit zum Denkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes.
 
Unterschutzstellung / Eintragung in die Denkmalliste
Seit Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz - DSchG) vom 11. März 1980 sind auch Gebäude, die die Voraussetzungen der Denkmaleigenschaft erfüllen, in die Denkmallisten einzutragen.
Die Denkmallisten werden von der Stadt Ennigerloh als Untere Denkmalbehörde geführt. Die Eintragungen erfolgten im Benehmen mit dem Westfälischen Amt für Denkmalpflege in Münster von Amts wegen oder auf Antrag des Eigentümers. Die Denkmalliste steht jedermann zur Einsicht offen. Vor der Eintragung werden die Eigentümer angehört.
Nach der Eintragung in die Denkmalliste unterliegen die Denkmäler den Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes. Danach sind Denkmäler zu schützen, zu pflegen, sinnvoll zu nutzen und wissenschaftlich zu erforschen. Darüber hinaus sollen sie der Öffentlichkeit im Rahmen der Zumutbarkeit zugänglich gemacht werden. Bei einzelnen Objekten erfolgt dieses am "Tag des offenen Denkmals", der regelmäßig in der ersten Septemberhälfte eines jeden Jahres durchgeführt wird.
Die Eigentümer bzw. Nutzungsberechtigten sind verpflichtet, ihr Denkmal zu schützen, z. B. gegen Diebstahl, Wasserschäden, Brandgefahr und Blitzschlag, es zu pflegen, z. B. durch lfd. bauliche Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen, sowie es sinnvoll zu nutzen. Die größten Gefahren für die Erhaltung eines Denkmals sind substanzstrapazierende, unangepasste oder eine aufgegebene Nutzung. Die Unteren Denkmalbehörden sind deshalb gehalten, Schutz, Pflege und sinnvolle Nutzung der Denkmäler im Rahmen der Zumutbarkeit herbeizuführen, notfalls auch zu erzwingen.

Eigentumswechsel/ Anzeigepflicht
Wird ein Denkmal veräußert, so haben der frühere und der neue Eigentümer den Eigentumswechsel unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb eines Monats, der Unteren Denkmalbehörde anzuzeigen. Die Anzeige eines Pflichtigen befreit dabei den anderen.

Denkmalrechtliche Erlaubnis
Einer Erlaubnis der Denkmalbehörde bedarf, wer Baudenkmäler oder ortsfeste Bo-dendenkmäler beseitigen, verändern oder an einen anderen Ort verbringen oder die bisherige Nutzung ändern will. Einer Erlaubnis bedarf ferner, wer in der engeren Umgebung von Baudenkmälern oder ortsfesten Bodendenkmälern Anlagen errichten, verändern oder beseitigen will, wenn hierdurch das Erscheinungsbild des Denkmals beeinträchtigt wird. Die Erlaubnis ist schriftlich bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Ennigerloh zu beantragen. Mit den Maßnahmen darf erst begonnen werden, nachdem die Erlaubnis erteilt ist.

Erlaubnisanträge
Der Antrag auf Erteilung einer denkmalrechtlichen Erlaubnis kann formlos gestellt werden. Zuständig für die Erteilung einer denkmalrechtlichen Erlaubnis ist die Stadt Ennigerloh als Untere Denkmalbehörde.
Denkmal, Denkmalrechtliche Erlaubnis, Denkmalliste https://serviceportal.stadt-ennigerloh.de:443/beschaeftigte/-/egov-bis-detail/dienstleistung/346/show
Fachbereich 4 - Stadtentwicklung
Marktplatz 1 59320 Ennigerloh
Telefon 02524 28-3090
Fax 02524 28-5400

Herr

Paulfeuerborn

307

02524 28-3070
paulfeuerborn@ennigerloh.de

Herr

Sasse

Fachbereichsleiter

310

02524 28-3100
sasse@ennigerloh.de